Kleine Geschichten
In Persien regierten zur der Zeit die „Shahs“ und wären sie ein wenig intelligenter gewesen, hätten sie das Potential erkennen müssen, dass in dem großen Kleinen steckte. Dieses pflegte er nämlich immer lautstark und mit ungeheuerlicher Geruchsentwicklung von sich zugeben. Erst später etablierte sich im deutschen Sprachraum die Bezeichnung für diese Tätigkeit, der Plural von Shah, der nur noch ein wenig der Rechtschreibung angepasst wurde. Die Perser verfügten zwar nicht über die Atomtechnologie um eine Bombe zu entwickeln, aber sie hätten das Kind einfach über einem gewünschten Zielgebiet abwerfen können, die Wirkung wäre umwerfend gewesen. In Anlehnung an die ersten zwei Atombomben „Little Boy“ und „Fat Man“ hätten sie ihn einfach „Fat Boy“ nennen können. Ein weiteres Indiz für die Unfähigkeit der Herrscherfamilie war, als die Ayatollahs auftauchten. Der Shah fragte seinen engsten Vertrauten, was das für eine Währung sei, der Eier-Dollar. Diese Naivität führte letztendlich zum Sturz des Herrschers und er musste das Land verlassen. Die wahre Geschichte über die Flucht spielte sich – wie so oft – ganz anders ab.
Die Adoptiveltern bastelten heftig an einen Nachfolger, mit dem sie sich auch einmal in der Öffentlichkeit zeigen könnten. Neun Monate später kam die Nachgeburt auf die Welt und wurde sofort als Kronprinz in der Familie gehandelt. Eines Tages – es war der persische Nationalfeiertag – besuchte man wie es Tradition war den Palast, um dem Shah die Hand zu schütteln. Genau in dem Augenblick passierte das Malheur, der Monarch verzog seine Mine und antwortete auf die Frage, was denn wäre, „ich habe ein Geräusch gehört“. Er wusste noch nicht, dass dieser Ton das geringste Problem sein sollte und nachdem sämtliche Palastfenster geschlossen waren, wurde auch nichts vom Winde verweht. Daraufhin verließ die gesamte Regierung fluchtartig das Land. Der Shah der sich in unmittelbarer Nähe der Detonation aufgehalten hatte erlitt eine so schwere Gasvergiftung, dass er sich davon nie mehr richtig erholte und kurze Zeit später im Exil verstarb. Der Vater war so erzürnt, dass er zum ersten Mal seine orientalischen Hausschuhe zur Züchtigung einsetzte und die Bevölkerung in Teheran dachte, sie würden das „Zwölferläuten“ hören. Dabei war gar nicht der Zwickling der Verursacher gewesen sondern sein neuer, „windiger“ Bruder. Doch weil es so praktisch war beschloss der Vater diese Erziehungsmethode beizubehalten und egal wer etwas angestellt hatte, zur Bestrafung musste der Ältere herhalten, denn Prinzen schlägt man nicht.